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Die bayerische Grenzstadt Furth im Wald, halbwegs zwischen Regensburg und Prag gelegen, rüstet sich alljährlich im August zum größten Fest des Jahres, zum historischen Drachenstich. Vom 7. bis 15. August 2004 "geht der Drache um" in der traditionsreichen Stadt mit ihrem über 500 Jahre alten Drachenstich, Deutschlands ältestem Volksschauspiel. Jedes Jahr im August verwandeln sich die Bürger der Stadt in Krieger, Ritter und einfaches Volk aus dem 15. Jahrhundert. Furth im Wald trägt für elf Tage sein Festgewand. Der Stadtplatz wird zu einer Arena. Dann lockt der archaische Kampf des Bösen gegen das Gute zehntausende von Zuschauern an. Acht mal wird das rund eineinhalbstündige Schauspiel während der Festwoche aufgeführt. Das Drachentöten hat in Furth im Wald eine über 500 Jahre alte Geschichte. Historiker sehen seinen Ursprung in der Tradition der St. Georgs-Legende. Der aktuelle Text des Stückes verlegt die Handlung in das Jahr 1431 in die Zeit der Hussitenkriege, in eine Zeit, in der die Bevölkerung an der Grenze besonders große Not litt. In packender Sprache wird darin das Schicksal der Grenzbevölkerung aufgezeigt. Der Drache wird zur Verkörperung des Bösen schlechthin. So stellt der Kampf des Ritters mit dem Drachen den Sieg des Guten über das Böse dar. Erzählt wird die Geschichte von der heimlichen Liebe der Schlossherrin zu ihrer Stadt und dem Fahnenträger Udo, der in der Schlacht bei Taus kämpft. Neid und Mißgunst machen sich am Hofe breit. Das Volk, das sich von den einfallenden Hussiten in das Further Schloß flüchtet, wird von dem herzoglichen Pfleger gepeinigt. Er will die Schloßherrin zur Hochzeit drängen, um seinen Besitz und somit seine Macht auszuweiten. Das Böse im Menschen scheint sich zunehmend in einem Ungeheuer zu manifestieren. Doch keiner will sich dem Monster stellen. Auch die Ritter, die aus der verlorenen Schlacht bei Taus zurückkehren, wagen es nicht, gegen den Drachen anzutreten. Gerade als sich die Ritterin dem Drachen opfern will, um so die Menschheit zu erlösen, kehrt der vermisste Udo zurück. Mit Lanze und Schwert reitet er gegen das Ungeheuer an, das mittlerweile die Stadt heimsucht, und tötet es in einem spektakulären Kampf. Außer dem „Drachenstechen“ fasziniert der historische Festzug, der das Mittelalter lebendig werden lässt: ein Bilderbuch aus der Geschichte des Grenzlandes mit über 1400 Kostümierten und über 200 Pferden, Musikgruppen und Festwägen. Neben Persönlichkeiten, die im anschließenden Festspiel bedeutende Rollen spielen, zeigt der Festzug neben schmückenden und belebenden Gruppen bedeutende Ereignisse der Further Grenzgeschichte auf. Ein umfangreiches Rahmenprogramm und natürlich ein bayerisches Volksfest begleiten diese bedeutende traditionelle Veranstaltung. Termine in 2004
Further Ritterspiele
(Mittelalterliches Gaudium): 07.08. 15.30 Uhr EINTRITTSPREISE 2003
Drachenstich Festspiele e.V., Stadtplatz 4 , 93437 Furth im Wald Tel. 09973/509 70, Fax 509-85 Internet: www.drachenstich.de e-mail: furth@drachenstich.de Infos bei der Tourist-Information, 93437 Furth im Wald, Tel. 09973/50980, Fax 09973/50985, tourist@furth.de , www.furth-hohenbogenwinkel.de . 27.4.04
Furth im Wald (tvo). Er gehört zu den zahlreichen alten Erschließungs- und Handelswegen zwischen Bayern und Böhmen: Der Baierweg. Von der Gäubodenstadt Straubing aus führt dieser reizvolle Wanderweg auf 155 Kilometern über die Donau hin zum Wallfahrtsort Neukirchen beim Heiligen Blut, über die deutsch-tschechische Grenze bis zum malerischen Domažlice und von dort wieder zurück nach Furth im Wald. Legt man auf diesem Wanderweg durch den Bayerischen Wald und den Böhmerwald täglich Etappen zwischen 18 und 24 Kilometer zurück, ist man in sieben Tagen am Ziel in Furth in Wald. Die Drachstichstadt an der bayerisch-böhmischen Grenze hält diesbezüglich auch Angebote zum „grenzenlosen“ wandern mit oder ohne Gepäck bereit. Auskünfte bei der Tourist-Information, Schlossplatz 1, 93437 Furth im Wald, Tel. 09973/50980, Fax 09973/50985, tourist@furth.de 4.8.03 |
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