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Ausstellung
"Dinge haben ihr Gesicht" im kunsthaus
kaufbeuren vom 8. Oktober bis 19. Dezember 2004.
Haben Sie nicht auch schon
einmal in den Wolken ein Gesicht erkannt? Oder eine Fratze in der knorrigen
Baumrinde? Mund und Nase in einer Kartoffel?
Diesem Phänomen des
zufälligen Erkennens von Gesichtern spüren die Brüder François und Jean Robert
in ihren fotografischen Arbeiten nach. Sie finden Gesichter auf
Gebrauchsgegenständen aller Art wie z. B.: auf
Werkzeugen und Radios, auf Kanaldeckeln und Küchengeräten. Plötzlich blickt uns der Alltag mit
großen Augen an.
Die großformatigen
Schwarzweißfotografien werden im kunsthaus kaufbeuren zu sehen sein. Viele der fotografierten
Objekte wurden von den Brüdern gesammelt und werden ebenfalls in der Ausstellung gezeigt.
Neben den Fotografien wird
die Ausstellung durch Begleittexte bzw. Objekte, bei denen das „Gesicht“ tatsächlich
bewusst als Strategie eingesetzt wurde, ergänzt. Dies findet man im Bereich
der Werbung oder beim
Entwurf der Frontpartie von Autos. Aber auch bei zweckbestimmten Gebäuden oder im
Möbeldesign.
Öffnungszeiten :Di
– Fr 10 – 17 Uhr, Do 10 – 20 Uhr, Sa / So /
Feiertag 11 – 17 Uhr, Mo geschlossen
Eintritt Erwachsene 4,00 Euro, ermäßigt 3,00 Euro,
Schüler 1,50 Euro
12.8.04

Auf den Spuren von Ritter Volkmar II.
Neuer Wanderweg rund um Kemnat
In der Allgäuer Stadt Kaufbeuren können Besucher ab diesem Sommer auf
den Spuren des “weisen Ritters³ Volkmar II. (um 1205 bis 1283) rund um den
jetzigen Ortsteil und die ehemalige Herrschaft Kemnat wandern. Die Stadt
Kaufbeuren hat nun den sechs Kilometer langen “Rundwanderweg Kemnat"
ausgeschildert.
Er führt unter anderem am Burggelände Großkemnat vorbei, wo der
imposante Bergfried aus dem Jahr 1185, das Amtshaus und der 24 Meter tiefe
Burgbrunnen besichtigt werden können. Der Burgstall Bickenried, die
Fatimakapelle, ein mittelalterlicher Grenzstein aus dem Jahr 1598, der
12-Apostelbaum in Kleinkemnat und die Katholische Kirche St. Stephan sind
weitere Sehenswürdigkeiten auf dem abwechslungsreichen Wanderweg.
Bei guter Sicht bietet sich an mehreren Stellen und besonders vom
Bergfried aus ein imposanter Ausblick auf das Karwendel- und
Wetterstein-Gebirge. Auch die Lechtaler und Tannheimer Alpen sind dann zu
sehen. Ein ausführliches Faltblatt über den neuen Rundwanderweg kann beim
Verkehrsverein Kaufbeuren unter Telefon 08341/40405 angefordert werden. Hier
gibt es auch wertvolle Infos über die vielfältigen Wanderpauschalen, die
mehrere Hotels und Vermieter rund um Kaufbeuren anbieten.
Weitere Informationen: Verkehrsverein Kaufbeuren e.V., Kaiser-Max-Straße 1,
87600 Kaufbeuren, Telefon 08341/40405, Telefax 08341/73962, E-Mail:
tourist-info@kaufbeuren.de ,
www.kaufbeuren-tourismus.info
4.8.04
Wenn der Kasperl den "Rasenden Roland" angrinst
Puppentheatermuseum in Kaufbeuren bietet eine Erlebniswelt für jung und
alt
Der
Kasperl ist allgegenwärtig. Als Holzkasperl, als Gipskasperl, aber auch
als tschechisches Duo “Spejbl und Hruvinek". Oder als kasperlartige
Schattenfigur aus dem asiatischen Burma. Wer das Puppentheatermuseum der
Stadt Kaufbeuren im Allgäu besucht, erlebt den globalen Spaßvogel satt und
kommt auch sonst angesichts der Fülle von insgesamt über 400 ausgestellten
Exponaten auf 300 Quadratmetern in zwei Stockwerken aus dem Staunen nicht
heraus.
Nicht nur der beliebte Zipfelmützenträger gibt eine imposante Figur ab. Im
Kaufbeurer Puppentheatermuseum tummeln sich allerlei Gestalten, die man
dort gar nicht vermuten würde. Gleich nach der Treppe wartet im
Obergeschoss beispielsweise Ritter “Orlando furioso" aus Sizilien auf die
Besucher. Mit seinen 1,20 Metern Körpergröße, seiner echt metallenen
Rüstung und seinem spitzen Schwert ist der “Rasende Roland', Neffe und
treuester Gefolgsmann von “Karl dem Grossen", nicht nur die größte Figur
in der aktuellen Kaufbeurer Ausstellung, sondern auch diejenige, die dem
Besucher am meisten Furcht einflöst. Wie gut, dass gleich in der nächsten
Szene Romeo und Julia das Gästeherz verzücken.
Seit 1987 gibt es das Puppentheatermuseum in
Kaufbeuren, das damit zu den ältesten und bekanntesten in ganz Deutschland
zählt. Seit dem Tod des Gründers und Puppenvaters Alois A. K. Raab im
Jahre 1989 haben die Leiter des Kaufbeurer Puppentheaters, Waltraud und
Gerhard Funke, auch die Leitung des Museums übernommen.
Das Kaufbeurer Puppentheatermuseum bietet
einen fulminanten Querschnitt durch die europäische Puppenspielerkunst,
aber auch durch das asiatische Schattenspiel mit den grazilen
Pergamentfiguren. Die einzelnen Exponate sind bis zu 200 Jahre alt und
kommen aus aller Herren Ländern. Wobei die Asien-Abteilung in der Tat eine
eigene Welt für sich darstellt - mit Puppenspiel, Tanz und Musik aus
Indien, Burma, Sri Lanka und Thailand.
Sehr abendländisch, neuzeitlich und
politisch fast noch aktuell wird es dagegen in der Sonderausstellung der
berühmten Weilheimer Puppenspieler-familie Drescher. Hildegard und
Karl-Heinz Drescher schufen beispielsweise nach den Entwürfen des Münchner
Karikaturisten Dieter Hanitzsch zwei wirklich imposante Latex-Figuren von
Helmut Kohl und Franz-Josef Strauß, die als Vorlage für die berühmte
Fernsehsatire “Hallo Deutschland" aus den Achtzigern dienten. Klar, dass
das hochkarätige Polit-Duo einen Ehrenplatz im Kaufbeurer
Puppentheatermuseum bekommen hat.
Das gleiche gilt für Robbi, Tobbi und das
Fliewatüüt, die Hauptfiguren der gleichnamigen Kindersendungen der ARD im
Jahr 1972. Auch sie stammen aus dem Hause Drescher und sind jetzt in
Kaufbeuren zu sehen. Da sind Sätze der Eltern wie “Schau, das habe ich
früher immer angeschaut, als ich so alt war wie du" geradezu
vorprogrammiert.
Während
also die Großen in Erinnerungen schwelgen, werden sich die Kleinen wieder
dem Kasperl zuwenden. Oder dem bösen Krokodil, das mit seinen scharfen
Zähnen natürlich nicht fehlen darf und fast genauso oft zu sehen ist wie
der Kasperl. Wobei wir wieder beim klassischen Puppentheater sind.
Und dass dies im Kaufbeurer
Puppentheatermuseum klar im Vordergrund steht, daran lässt bereits das
Foyer keinen Zweifel. Beim Anblick der ausgestellten Drehorgeln,
Musikapparate, Märchenkutschen und historischen Plakate wird man mit einem
Schlag daran erinnert, dass die Puppenspieler seit Gedenken nicht nur den
Kasperl im Gepäck hatten, sondern auch Lieder, Gedichte und sonstige
Unterhaltung.
Das Puppentheatermuseum Kaufbeuren im
Spielbergerhof in der Altstadt ist jeweils Donnerstag bis Samstag von 10
bis 12 und 14.30 bis 17 Uhr, sowie sonntags von 10 bis 12 Uhr geöffnet.
Der Eintritt kostet für Kinder, Schüler und Studenten ein Euro, für
Erwachsene zwei Euro. Gruppenführungen sind nach Absprache auch außerhalb
der Besuchszeiten möglich.
Weitere Informationen: Puppentheatermusem Kaufbeuren, Spielbergerhof,
Ludwigstraße 41a, 87600, Kaufbeuren, Telefon 08341/14121,
www.puppenspielverein.de
und Verkehrsverein Kaufbeuren e.V., Kaiser-Max-Straße 1, 87600 Kaufbeuren,
Telefon 08341/40405, Telefax 08341/73962, E-Mail:
tourist-info@kaufbeuren.de,
www.kaufbeuren-tourismus.info
Quelle: Kaufbeuren (jm) 26.3.04
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