Beim Bier kam Wagner in Wallung - 5.0 out of 5 based on 1 vote

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Enge Verbindung zwischen der Bayreuther Brauerei Maisel und dem Festspielhaus

Sie hat alles ganz genau aufgeschrieben und deshalb sind auch viele Kleinigkeiten überliefert: Cosima Wagner, Gattin des Komponisten Richard Wagner, führte in ihren Tagebüchern akribisch Buch über die Aktivitäten der beiden. Dass der große Komponist dem Bier nicht abgeneigt war, wird dabei immer wieder deutlich. Selbst „bei der Arbeit“ habe er gerne ein Bier getrunken, berichtet die Gattin. Regelmäßige, gemeinsame Bierstunden hat es in der Villa Wahnfried ebenso gegeben wie Ausflüge mit einem Fässchen Bier, die überliefert sind. Die Wagner’sche Liebe zum Bier kommt nicht von ungefähr, liegt Bayreuth doch im Herzen der Region, die noch heute die größte Brauereidichte der Welt hat. Über 260 kleine und große Brauereien haben hier ihren Sitz und brauen über 1.000 verschiedene Sorten Bier. Das nutzte der Meister auch aus, denn neben dem heimischen Bierkonsum sind zahlreiche Besuche in Wirtshäusern und Biergärten überliefert. Dabei entpuppte sich Wagner nicht nur als Biergenießer, sondern auch als Leutebeobachter und stiller Teilhaber des munteren Wirtshaustreibens. Zur Szenerie auf der Festwiese in der Oper „Die Meistersinger von Nürnberg“ dürften diese Besuche auf jeden Fall beigetragen haben. Ob allerdings der Heilige Gral im Parsifal im Ansinnen des Meisters lieber eine Mass Bier gewesen wäre, ist nicht überliefert.

Die Brautradition wird in Bayreuth groß geschrieben. Die Stadt ist die Heimat von Maisel’s Weisse, einem der beliebtesten Weissbiere in Deutschland. Gebraut wird es von der 1887 in der Wagnerstadt gegründeten Brauerei Gebr. Maisel, die in vierter Generation im Familienbesitz ist. Und heute gibt es – mehr denn je – eine enge Verbindung zwischen der Brauerei und dem Festspielhaus. Seit Jahrzehnten gehört der Maisel’s Weisse Festspielfrühschoppen zu den wichtigsten gesellschaftlichen Veranstaltungen während der gut vierwöchigen Festspielzeit. Mitglieder der Familie Wagner, Künstler, Musiker und Regisseure, aber auch Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft kommen hier bei einer frischen Maisel’s Weisse zusammen, um die aktuellen Inszenierungen zu diskutieren. Die Hornisten der Bayreuther Festspiele komponierten eine eigene Hymne auf das leckere Weissbier, die sie jedes Jahr zum Besten geben.

Maisel’s Weisse ist offizieller Partner der Bayreuther Festspiele. So genießen die Besucher in den einstündigen Pausen der Opern gerne eine erfrischend-fruchtige Maisel’s Weisse. Beim alljährlichen Public Viewing, der Siemens-Festspielnacht auf dem Volksfestplatz, ist die Brauerei natürlich auch mit dabei. „Wagner und Bier – das passt“, sagt Brauereichef Jeff Maisel mit Blick auf die überlieferten Vorlieben des Komponisten für frisches Bier. Dabei kam dieser leider noch nicht einmal in Kontakt mit den herrlichen Bieren der Maisels, denn die Brauerei wurde erst vier Jahre nach seinem Tod gegründet. Aber: Wenn der alliterationsverliebte Wagner wissen würde, welch wundervolle Biere es in Bayreuth gibt: Er wäre wahrscheinlich voller Wonne.

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