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Caveman - Du sammeln, - ich jagen!

Es gibt schon begnadete Humoristen, vorzugsweise in Österreich, wie den Psychologen und Sexualtherapeuten Bernhard Ludwig in seinem Stück "Anleitung zur sexuellen Unzufriedenheit", in dem er den Finger in die Wunde legt um aufzuzeigen, woran es liegt, dass Mann und Frau sich so manches mal unterscheiden. Doch Deutschland muss sich nicht verstecken und bringt mit "Caveman" in der Inszenierung von Esther Schweins ganz Deutschland zum Lachen.

CAVEMAN PlakatDer Amerikaner Rob Becker schrieb mit CAVEMAN, so sagt man, das erfolgreichste Solo-Stück in der Geschichte des Broadways. Sein brillanter Monolog über die komplizierte und vergnügliche Beziehung zwischen Mann und Frau belustigt seit geraumer Zeit das deutsche Publikum, was sicher auch an der Übersetzung und Übertragung auf das deutsche Selbstverständnis zu tun hat.

Alle Vorurteile aus der Sicht des Mannes und hie und da auch der Frau werden eingehend beleuchtet und führen das Publikum von einem Lacher zum nächsten. Dies ist dem jeweiligen Solisten (derzeit unterwegs in München: Karsten Kaie 28.11. – 3.12., Felix Theissen 23./24.10., und Holger Dexne 31.12. l ) zu verdanken, wovon wir Holger Dexne sehen konnten.

Ein großes Talent auf der Bühne, von dem wir sicher noch mehr zu sehen und zu hören bekommen. Er bringt es fertig, rd. 2 Stunden sein Publikum in den Bann zu ziehen, von der Rolle des Mannes in die Rolle des Neandertalers, eben Caveman, zu schlüpfen und das in einer Geschwindigkeit, die auf einer Bühne selten zu sehen ist.

Die Story: Eines Nachts befindet sich Mann auf der Straße. Seine Habseligkeiten vor sich liegend und von der geliebten Frau aus der gemeinsamen Wohnung ausgesperrt. Warum? Nur er weiss die Antwort und erzählt seine Geschichte in Selbstgesprächen und Selbstmitleid, was denn nur wieder falsch gelaufen sei. Dabei begegnet Tom, so sein Name, seinem Urahn aus der Steinzeit, der ihn an einer jahrtausendealter Weisheit teilhaben lässt: Männer sind Jäger und Frauen Sammlerinnen; eine Tatsache, die die menschliche Evolution nicht ändern konnte. Von dieser Erkenntnis beflügelt, enthüllt er, welche Erfüllung "Rumsitzen, ohne zu reden" sein kann und warum eine Unterhaltung unter Männern mit "Lass uns in den Keller gehen, Sachen bohren" gleichzeitig beginnt und endet.

Lohnenswert für Paare, die sich kennen und gerne einmal in den Spiegel schauen, um festzustellen: Er und Sie können nichts dafür - wir sind einfach von Natur aus so.

TOP Empfehlung der Redaktion für Freunde mit selbstreflektierendem Humor

Tickets sind erhältlich unter http://www.tollwood.de/winterfestival-2014/veranstaltungen?kategorie=36

 

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